Die Galapagosinseln (spanisch Islas Galápagos, offiziell Archipiélago de Colón, „Kolumbusarchipel“) liegen im Pazifischen Ozean und gehören zu Ecuador. Sie sind etwa 965 Kilometer vom ecuadorianischen Festland entfernt. Die Galapagosinseln bestehen aus 14 größeren sowie 8 kleineren Inseln.
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Die Galapagosinseln wurden 1535 zufällig von Spaniern entdeckt. Tomás de Berlanga, der damalige Bischof von Panama, kam mit seinen Leuten auf dem Weg nach Peru vom Kurs ab und strandete an einer der Vulkaninseln. Mehrere Tage verbrachten sie dort und suchten nach Trinkwasser. In einer Schlucht fanden sie schließlich ausreichend Trinkwasser für die Heimfahrt. Die Inselgruppe wurde zunächst als Islas Encantadas („Verzauberte Inseln“) bezeichnet, da niemand so weit draußen im Ozean noch Inseln vermutet hätte, und starke Strömungen in und um die Inseln herum bei den Seefahrern leicht den Eindruck erwecken konnten, die Inseln selbst änderten immer wieder ihre Lage. Im 17. Jahrhundert waren die Inseln Verstecke und Fluchtorte für Seeräuber, die meist die Goldschiffe der Spanier aus Mexiko überfielen. Im 19. Jahrhundert benannte man die Inseln nach den dort vorkommenden Riesenschildkröten in Galápagos um. Obwohl die Inseln in der Nähe des Äquators liegen, ist das Klima aufgrund des mit 20 Grad Celsius relativ kühlen Meerwassers (vom Humboldtstrom und von aufsteigendem Tiefenwasser) eher gemäßigt. Dieses nährstoffreiche Tiefenwasser wiederum ist verantwortlich für den Artenreichtum rund um das Archipel. Aufgrund ihrer Entfernung von anderen Landmassen zeichnen sich die Galapagosinseln daher durch eine Vielzahl von Tier- und Pflanzenarten aus. Die Inseln haben sich mittlerweile von einem Traumziel für Biologen und zu einem boomenden Wirtschaftsraum entwickelt, in dem ökonomische Interessen gegen ökologische abgewogen werden müssen. Zum einen bietet die Inselwelt der Galapagos ein einmaliges Erlebnis der nur hier vorkommenden Tier- und Pflanzenarten, sodass mittlerweile ca. 80.000 Touristen jährlich das Archipel besuchen. Praktika sind daher vor allem im Bereich Biologie oder Tourismus möglich.